Ge-hirn

fotolia.com/Dimitar Marinov

Pandemie und Lockdown haben dem Gehen einen unerwarteten Boom beschert. Vor allem am Nachmittag sind die Fuß- und Gehwege, Parks und Naherholungsgebiete bevölkert wie sonst vielleicht nur am ersten sonnigen Frühlingssonntag des Jahres. Scheinbar haben viele diese urmenschliche Art der Fortbewegung für sich wiederentdeckt. Denn ohne das Gehen wäre der Mensch nicht geworden, was er ist. Der aufrechte Gang hat eine maßgebliche Rolle bei der Entwicklung des menschlichen Gehirns gespielt und den Werkzeuggebrauch und damit die Technik erst möglich gemacht. Das Tempo des Gehens ist unserer Wahrnehmungsfähigkeit optimal angepasst und verhilft uns zu Eindrücken und Erfahrungen, die uns im Auto mit seiner hohen Geschwindigkeit verschlossen bleiben. Das können Sie mit einem kleinen Experiment selbst erleben. Gehen Sie eine Strecke, die Sie sonst nur mit einem Fahrzeug zurücklegen, einmal bewusst zu Fuß und achten Sie darauf, was Sie sehen, riechen, hören und fühlen. Die Zeitwahrnehmung verändert sich und Sie treten ein in eine neue, intensive Beziehung zu Ihrer natürlichen und sozialen Umwelt. Probieren Sie es einfach mal aus!

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